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Mittwoch, 19. Dezember 2018,
Frank-Steffen Walliser folgt auf August Achleitner als Baureihenleiter

Porsche: »Mister 911« geht in den Ruhestand

Nicht beim Absatz, aber grundsätzlich gilt: Porsche ist 911. Und 911 ist August Achleitner. Doch das neue Jahr beschert der Klassiker-Baureihe zeitgleich mit dem Generationswechsel beim Produkt auch einen beim Verantwortlichen. Den ersten seit fast zwei Jahrzehnten.
Porsche: »Mister 911« geht in den Ruhestand
Porsche
Achleitner, Walliser: Der altgediente und
der künftige Baureihen-Chef am neuen Porsche 911
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August Achleitner gibt im ersten Quartal 2019 die Position als Leiter Baureihe 911 bei Porsche ab. Er verantwortete den Sportwagen-Klassiker insgesamt 18 Jahre lang, seit 2006 zusätzlich auch die 718-Baureihe. Nach dreieinhalb Jahrzehnten bei Porsche geht der gebürtige Österreicher Achleitner in den Ruhestand.

"Wir danken Gustl Achleitner für sein herausragendes Engagement für unser Unternehmen. Mehr als 18 Jahre hat er den Porsche 911 geprägt wie kein anderer. Er hat es verstanden, den Elfer stetig zu verbessern und gleichzeitig seinen Charakter zu erhalten," würdigt Porsche-Chef Oliver Blume die Verdienste des 63-jährigen.

Achleitner startete seine Laufbahn im Jahr 1983 in der Fahrwerk-Entwicklung bei Porsche. Von 1989 bis 2000 leitete der Maschinenbauingenieur die Abteilung Technische Produktentwicklung, Fahrzeugkonzepte und Package. 2001 übernahm er die Verantwortung für die Baureihe 911: "Die Strahlkraft des Elfers hat mich immer fasziniert – seine einzigartige Form und das Konzept. Dies zu bewahren und die Dinge trotzdem besser zu machen, das hat mich angespornt und stets aufs Neue gefordert," so Achleitner.

Mit Einführung des dritten, unter seiner Regie entstandenen Elfers vom Typ 992, der diese Woche in Los Angeles präsentiert wurde, tritt Achleitner von seiner Rolle als "Hüter des Grals“ zurück. Ab Anfang 2019 übernimmt Frank-Steffen Walliser sukzessive die Baureihenverantwortung für den 911 und den 718. Wie zuvor Achleitner berichtet auch Walliser direkt an den Vorstandsvorsitzenden.

Dass er sich mit diffizilen Entwicklungsaufgaben auskennt, hat Walliser als Gesamtprojektleiter für den Supersportwagen 918 Spyder ab 2010 unter Beweis gestellt. Im Jahr 2014 übernahm der 49-jährige gebürtige Stuttgarter dann die Verantwortung für Porsche Motorsport sowie die Entwicklungsleitung für die auf dem Serien-911 basierenden GT-Straßenfahrzeuge. Die Projektleitung wird der promovierte Maschinenbauer auch künftig behalten, die Leitung Motorsport übernimmt zum 1. Januar 2019 Fritz Enzinger.
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text  Hanno S. Ritter
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