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Montag, 17. Dezember 2018,
14 Prozent mehr Verkehrstote

Unfallstatistik September 2018: Schlechte Zahlen

Im Vorjahr war der September in der Unfallstatistik ein sehr guter Monat, dieses Jahr ist es höchstens normal. In der Folge rutscht auch die Neun-Monats-Bilanz in die roten Zahlen.
Unfallstatistik September 2018: Schlechte Zahlen
ADAC
Im September 2018 stieg die Zahl der
Verkehrstoten in Deutschland um 14 Prozent
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Im September 2018 starben insgesamt 327 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. Das waren 40 Personen oder 14 Prozent mehr als im September 2017, als es allerdings auch ungewöhnlich gute Werte gegeben hatte. In den Jahren 2016 und 2015 lagen die Zahlen nur knapp unter den jetzigen. Auch die Zahl der Verletzten ist im September 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, und zwar um 3,6 Prozent auf etwa 36.100. Das geht aus dem heute in Wiesbaden veröffentlichten Monatsbericht des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.

Nach drei Vierteln des Jahres stehen nun insgesamt 2.443 Verkehrstote in der Bilanz, das sind 23 Personen oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 0,8 Prozent auf 297.400. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 1,9 Millionen Straßenverkehrsunfälle (-0,1 %) erfasst. Darunter waren knapp 232.300 Unfälle mit Personenschaden (+1,3 %), der Rest sind reine Sachschaden-Crashs.

Sieben Bundesländer konnten sich per September dem negativen Trend entziehen und ein Minus bei den Getöteten ausweisen. Besonders hoch fiel es, abgesehen vom nicht direkt vergleichbaren Stadtstaat Bremen, in Thüringen aus, wo 17 Prozent weniger Opfer zu beklagen waren. In absoluten Zahlen liegt Nordrhein-Westfalen mit minus 23 Personen an der Spitze. Schlecht lief es vor allem in Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein.
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte etwa durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.

Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
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text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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