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Mittwoch, 19. September 2018,
ADAC bewertet 17 Sitze inklusive neuem Airbag-Sitz als gut

Kindersitz-Test 2018: Erneut bricht ein Sitz

Erneut hat ein Kindersitz bei einem Crashtest katastrophal abgeschnitten. Auch zwei weitere Sitze konnten in einem aktuellen Test von ADAC und Stiftung Warentest nicht überzeugen. Doch es gibt auch gute und dabei bezahlbare Modelle.
Kindersitz-Test 2018: Erneut bricht ein Sitz
ADAC
Die Kindersitze werden beim
ADAC in einer Golf-VII-Rohkarosserie getestet
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Wer den Kindersitz "Ultimax i-Size" des spanischen Herstellers Concord verwendet, erweist seinem Kind keinen guten Dienst. Beim jährlichen Kindersitz-Test von ADAC und Stiftung Warentest zerbrach die Sitzschale in mehrere Teile. So hätte sie einem Kleinkind keinen ausreichenden Schutz mehr geboten", erklärte ein ADAC-Sprecher.

Als Folge hat der Hersteller inzwischen angekündigt, den Sitz nicht weiter zu produzieren. Er listet ihn jedoch nach wie vor mit Sicherheit vortäuschenden Videos auf seiner Website.

Insgesamt wurden 23 in Deutschland erhältliche Babyschalen und Kindersitze in allen Größen auf ihre Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und den Schadstoffgehalt hin untersucht. 17 Modelle wurden von den Testern mit "gut" bewertet, zwei weitere erhielten ein "befriedigend", und einer schnitt mit "ausreichend" ab. Die mit "gut" benoteten Sitze übertreffen dabei laut ADAC die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich.

Mit "mangelhaft" schnitten neben dem Concord-Modell noch zwei weitere Testobjekte ab, wenn auch aus anderen Gründen: Sowohl im "Jané Gravity" als auch im "Avionaut Ultralite + IQ base" wurden erhöhte Schadstoffwerte festgestellt. Der Bezug vom des Jané enthält Naphthalin – ein Stoff, der im Verdacht steht, Krebs auslösen zu können. Im Bezugsstoff des "Avionaut Ultralite" wiesen die Tester das Flammschutzmittel TCPP in zu hoher Konzentration nach.

Erstmals wurde mit dem Maxi-Cosi Axissfix Air auch ein Kindersitz mit integrierten Airbags getestet - und für gut befunden. Bei einem Frontal- und Seitenaufprall öffnet sich ein in den Gurten integrierter Airbag, der dem Kopf des Kindes zusätzlich Schutz bietet. Das Niveau eines rückwärts gerichteten Sitzes wird laut ADAC im Frontcrash jedoch nicht erreicht.

Dass Preis und Qualität eines Sitzes nicht zwingend zusammenhängen müssen, zeigt der im Test durchgefallene „Avionaut Ultralite“, der mit 400 Euro zu den teureren Modellen in seiner Klasse zählt. Gleichzeitig gibt es Kandidaten, die mit 170 Euro zu den preiswerten Sitzen gehören und dabei Top-Noten erzielen wie der „Joie Traver Shield“.

Die genauen Testergebnisse gibt es bei der Stiftung Warentest nur gegen Bezahlung, der ADAC hat sie - zusammen mit Hinweisen zur Methodik - etwas versteckt auf seiner Website publiziert (Link nachfolgend im Kasten). Einen Überblick vermittelt das Video:
Bereits im Vorjahr hatte ein Sitz im Test völlig versagt, betroffen war damals der renommierte Hersteller Recaro.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  22.05.2018  —  # 12558
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB