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Mittwoch, 17. Oktober 2018,
Neue Modellstruktur für den italienischen Kleinwagen

Alfa MiTo: Preis runter, Ausstattung rauf

Auf dem deutschen Markt spielt der Alfa Romeo MiTo bei Kleinwagen-Käufern kaum mehr eine Rolle. Als Reaktion darauf macht der Autobauer seinen Kleinsten jetzt ein bisschen attraktiver, allerdings nur über den Preis. Das dürfte nicht reichen, um reüssieren zu können.
Alfa MiTo: Preis runter, Ausstattung rauf
FCA
Mehr Ausstattung für weniger Geld:
Alfa Romeo MiTo (Bild zeigt nicht den "Urban")
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Alfa Romeo ordnet die Modellstruktur beim MiTo neu. Anstelle der drei Ausstattungslinien "MiTo", "Super" und "Veloce" werden fortan nur noch "Urban" und "Veloce" angeboten. Der Urban ist dabei besser ausgestattet als das bisherige Basismodell. So sind Regen- und Lichtsensor, 16-Zoll-Räder aus Aluminium statt Stahl, elektrisch anklappbare Außenspiegel, automatisch abblendender Innenspiegel, Tempomat und Parksensoren hinten künftig serienmäßig. Der Heckspoiler ist fortan in Wagenfarbe lackiert, dafür kommt am Lenkrad nur noch Kunstleder zum Einsatz.

Alfa Romeo, wo der Produktkatalog den "Urban" als neue Basisversion, die Presseabteilung aber als Sondermodell bezeichnet, ist sich im Übrigen nicht zu schade dazu, das Vorhandensein von Selbstverständlichkeiten bzw. gesetzlich vorgeschriebener Dinge wie ABS, ESP oder Servolenkung eigens zu erwähnen.

Trotz der großzügigeren Ausstattung haben die Italiener die Preise gesenkt. So kostet der MiTo Urban ab 15.500 Euro, das sind 200 weniger als zuvor. Für Vortrieb sorgt hier der klassische 78-PS-Benziner. Klassisch, weil weder turboaufgeladen noch direkteinspritzend, dafür aber mit vier Zylindern. Darüber rangiert der 105 PS starke Zweizylinder, der ab 17.500 Euro zu haben ist. Bisher kostete diese Motorisierung, allerdings gebunden an die mittlere Line, 18.100 Euro. Die 140-PS-Version (1,4 Turbo) mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe steht mit 21.000 Euro in der Preisliste, 700 weniger als zuvor. Der gleiche Motor mit 170 PS ist weiterhin für nahezu unveränderte 24.000 Euro dem Topmodell Veloce vorbehalten.

Nach wie vor im Angebot ist auch der 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS, dessen Preis von 18.900 af 17.500 Euro fällt. Eine moderne Abgasreinigung ist hier freilich nicht am Start, ebenso wie die Benziner ohne Filter auskommen müssen.

Neu arrangiert hat Alfa beim MiTo außerdem das Angebot an Ausstattungspaketen. Zusätzlich steht als neue Option ein Multimediasystem von Alpine mit 7-Zoll-Touchscreen, DAB-Empfang sowie der Konnektivitätslösungen Apple CarPlay und AndroidAuto zur Wahl. Das System kostet 900 Euro oder zusammen mit der ebenfalls neuen Rückfahrkamera 1.150 Euro.

Insgesamt hat Alfa den MiTo damit fraglos attraktiver gemacht. Dass der kleine Italiener aber in Deutschland nochmal auf nennenswerte Zulassungszahlen kommt, scheint dennoch unwahrscheinlich. Dafür sind Design, Konzept und Technik einfach zu alt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  13.03.2018  —  # 12463
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB