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Dienstag, 22. Mai 2018,
Allradler mit neuer Optik, besseren Antrieben und mehr Optionen

Ford: Facelift für den Edge

Im Vergleich zu seinen kleineren Schwestermodellen ist der Ford Edge in Europa mehr fürs Image als für die Stückzahlen zuständig. Daran dürfte sich auch künftig nicht allzu viel ändern, obwohl das große SUV jetzt ein bisschen schöner, etwas stärker, deutlich sauberer und stärker assistierend wird.
Ford
Mit retuschierter Front- und
Heckpartie fährt der Ford Edge in die Zukunft
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Während Ford den Edge in den Pressematerialien und in der Google-Werbung noch immer als "neu" anpreist, zeigt der Autobauer auf dem Genfer Salon im März bereits die Facelift-Variante des großen, aus kanadischer Produktion stammenden Allradlers. Äußerlich gibt sie sich an einem modifizierten Kühlergrill, einer neuen Frontschürze und leichten Retuschen auf der Motorhaube zu erkennen. Auch das Tagfahrlicht erhält eine neue Kontur. Voll-LED-Scheinwerfer sind nun variantenübergreifend Standard.

Am Heck gibt es veränderte, optisch nicht mehr zusammenlaufende Rückleuchten, eckige und vergrößerte Endrohre, eine im Außenbereich optisch nach oben betonte Schürze und auch eine neue Heckklappe mit tiefer positioniertem und größerem Kennzeicheneinsatz, der auch die Position des nach wie vor vorhandenen Griffs nach unten verschiebt.

Motorseitig bleibt es, der aktuellen Selbstzünder-Abneigung zum Trotz, ausschließlich bei einem Dieselaggregat. Statt des TDCi-Aggregats montiert Ford jetzt den Nachfolger "EcoBlue" mit der überfälligen SCR-Abgasreinigung. Der Vierzylinder mit 2,0 Litern Hubraum leistet fortan 190 statt 180 PS, bei der Top-Variante mit nun zwei unterschiedlich großen Turboladern steigt die Leistung sogar um 28 auf 238 PS. Die schwächere Version ist weiterhin ausschließlich mit einem manuellen Sechsganggetriebe "verheiratet", die stärkere dagegen nicht mehr an das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe, sondern eine Wandlerautomatik mit acht Gängen gekoppelt. Sie wird über einen Drehschalter auf der Mittelkonsole bedient, was dort Platz für zusätzliche Ablagen und eine induktive Handylademöglichkeit schafft.

Wie bisher gibt es den Edge in der Basisversion "Trend", dem besser ausstaffierten "Titanium", der Sport-Version "ST-Line" und in der luxuriös angehauchten Vignale-Ausführung. Alle vier differenzieren sich künftig auch über das Kühlergrill-Design.

Neu bei den Optionen sind neben einem B&O-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern vor allem drei Assistenten. Es handelt sich dabei um den sog. Post Collision Assistent, der das Fahrzeug nach einem Unfall weiterhin abbremst, um Folgeunfälle zu vermeiden - bei VW schon länger als "Multikollisionsbremse" im Einsatz -, um den Abstandstempomaten mit Stop-and-go-Funktionalität (bei Automatikgetriebe) und den Ausweich-Assistenten: Gibt der Fahrer zur Vermeidung eines schweren Unfalls den Impuls für ein Ausweichen nach links oder rechts, erkennt dies das System, berechnet in Sekundenbruchteilen den Weg für das Ausweichmanöver und bietet eine aktive Lenkunterstützung.

Aktualisierte Daten und Preise liegen noch nicht vor. Markstart für den neuen, also den neuen neuen Ford Edge ist im Herbst 2018.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  21.02.2018  —  # 12434
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB