Das unabhängige Portal rund um Automobil & Verkehr
Mittwoch, 17. Oktober 2018,
Leichte Designretuschen treffen neue Assistenten, Bildschirme und Motoren

Facelift Mercedes C-Klasse: Erste Details, erste Bilder

Die erfolgreichste Baureihe von Mercedes-Benz fährt "gemopft" in ihr fünftes Produktionsjahr. Auf dem Genfer Salon steht die überarbeitete C-Klasse mit mehr Assistenzfunktionen, digitalem Cockpit, leichten Designretuschen und neuen Motoren. Erste Details, erste Bilder.
Daimler
Optisch nur leicht aufgefrischt:
Facelift für die Mercedes C-Klasse
ANZEIGE
Die Limousine und das T-Modell der Mercedes C-Klasse fahren mit diversen Modifikationen in die zweite Lebenshälfte respektive das dritte Lebensdrittel. Optische Merkmale sind leicht überarbeitete Frontschürzen für alle Modellvarianten, der serienmäßige Einsatz des sog. Diamantgrills bei der AMG-Line und ein leicht verändertes Innenleben der Leuchten vorne und hinten.

Erstmals bringt Mercedes die "Multibeam"-LED-Scheinwerfer mit ihren 84 einzeln ansteuerbaren LEDs pro Einheit und Ultra-Range-Fernlicht als zweite LED-Option in die C-Klasse. Als Basisausrüstung müssen aber auch weiterhin Halogenfunzeln genügen. Der vordere Blinker ist auch künftig unabhängig vom Tagfahrlicht umgesetzt.

Im Innenraum sind es vor allem zwei Neuerungen, die den Unterschied zum bisherigen Modell ausmachen. So übernimmt die C-Klasse auf Wunsch das Bedien- und Anzeigekonzept der S-Klasse und besitzt damit ein volldigitales Instrumenten-Display, und sie bekommt auch den großen Zentralmonitor mit 10,25 Zoll Bildschirmdiagonale anstelle von 8,4 Zoll. Anders als beim sogenannten MBUX in der neuen A-Klasse handelt es sich aber nicht um einen Touchscreen, die Bedienung erfolgt weiterhin über das Touchpad mit Controller, das jetzt auch eine haptische Rückmeldung bietet.

Neu sind außerdem die Touchpads am Lenkrad, das nun auch die Tempomat-Steuerungstasten beherbergt - der jahrzehntelang bewährte, oft gelobte Tempomat-Lenkstockhebel ist nun auch hier Geschichte. Im Übrigen bringt das Facelift im Interieur neue Oberflächenausführungen und Farben.

Auch die Assistenzsysteme sind jetzt auf dem Stand der S-Klasse. So können die neuen Modelle in bestimmten Situationen teilautomatisiert fahren. Außerdem nutzt die C-Klasse Karten- und Navigationsdaten für Assistenz-Funktionen. So kann der Abstandstempomat den Fahrer in einer Vielzahl von Situationen kartenbasiert unterstützen (respektive nerven) und beispielsweise die Geschwindigkeit vorausschauend vor Kurven oder Kreisverkehren anpassen. Hinzu kommen u.a. als neue Funktionen des Aktiven Lenk-Assistenten ein Aktiver Spurwechsel-Assistent und der Aktive Nothalt-Assistent.

Die optionale "Energizing"-Komfortsteuerung zieht ebenfalls in die C-Klasse ein. Das System nutzt gezielt Funktionen der Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und der Sitze (Heizung, Belüftung, Massage) sowie Licht- und Musikstimmungen und ermöglicht je nach Stimmung oder Bedürfnis ein spezielles Wellness-Set-up.

Zu den Motorisierungen schweigt Mercedes noch. Dass aber die neuen Benziner und nicht zuletzt der besonders saubere Diesel nun endlich auch ihren Weg in die Mittelklasse finden, liegt auf der Hand.

Die C-Klasse der aktuellen Generation war im vierten Verkaufsjahr das Volumenmodell von Mercedes-Benz. Über 415.000 Einheiten wurden nach Werksangaben 2017 von Limousine und T-Modell zusammen weltweit verkauft. Mit der optisch angenehm behutsamen und im Übrigen merklichen Auffrischung dürfte die Erfolgsgeschichte weitergehen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  14.02.2018  —  # 12424
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB