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Donnerstag, 23. November 2017,
300.000 Einheiten in Graz montiert

Mercedes G-Klasse feiert Produktionsjubiläum

Das G-Modell von Mercedes darf man inzwischen mit Fug und Recht als Klassiker oder Ikone bezeichnen, schon weil es so lange gebaut wird – und so selten. Der älteste "amtierende" Mercedes hat jetzt eine Marke erreicht, die sonst nicht der Rede wert wäre.
Mercedes G-Klasse feiert Produktionsjubiläum
Daimler
Gruppenbild mit SUV Geländewagen:
Mercedes feiert das dreimillionste G-Modell
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Bei Magna Steyr in Graz lief jetzt das dreihunderttausendste Fahrzeug der Mercedes G-Klasse vom Band. Das Jubiläumsfahrzeug ist ein G 500 in der Farbe "designo mauritius blau metallic" mit schwarzen Ledersitzen. Die legendären Gelände-Eigenschaften und der Abenteurer-Charakter werden durch das Offroad-Paket einschließlich schwarzer 16-Zoll Räder mit All-Terrain-Reifen und einem robusten Dachträger optisch unterstrichen.

Diese Kombination wurde von Fans der G-Klasse aus der ganzen Welt gewählt, die für ihre Lieblingsspezifikation über die offizielle Facebook-Seite der G-Klasse abgestimmt hatten. Während der nächsten Monate wird das Jubiläumsfahrzeug in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #Gventure300K seine Runden drehen.

Die G-Klasse, von seinen Fans nach wie vor eher mit dem langjährigen Namen G-Modell bedacht, wird schon seit 1979 im Auftrag von Mercedes-Benz bei Magna Steyr in Graz produziert. "Das Team, das an diesem Erfolg maßgeblich beteiligt ist, umfasst Mitarbeiter, die schon seit 38 Jahren Teil der Geschichte der G-Klasse sind", sagt Dr. Gunnar Güthenke, Leiter Produktbereich Geländewagen bei Mercedes-Benz.

Die G-Klasse ist dabei nicht etwa stark gestartet und dann über die Jahre mitgeschleift worden, sondern erfreut sich in den letzten knapp zehn Jahren trotz ihrer hohen Preise wachsender Beliebtheit. Seit 2009 wächst der Absatz kontinuierlich, seit 2012 erreichte die Baureihe trotz ihrer hohen Preise und trotz der beiden eingestellten Karosserievarianten jedes Jahr einen neuen Verkaufsrekord. Der Erfolg geht zurück auf kontinuierliche Modellpflegemaßnahmen, zusätzliche Individualisierungsoptionen, das Klassiker-Image und gutes Marketing etwa durch spektakuläre Sondervarianten wie einen Dreiachser und ein Landaulet.

Die Entwicklung der G-Klasse beginnt im Jahr 1972 mit einem Kooperationsvertrag zwischen der damaligen Daimler-Benz AG und Steyr-Daimler-Puch (heute Magna Steyr) in Graz. 1975 fällt die Entscheidung für den Serienstart der G-Klasse. Gleichzeitig wird der Bau eines neuen Werks in Graz beschlossen, wo die Fahrzeuge bis heute überwiegend in Handarbeit hergestellt werden. Die Produktion der G-Klasse läuft am 1. Februar 1979 an. In einigen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz und Österreich wurde die G-Klasse bis zum Jahresende 1999 auch unter dem Markennamen Puch vertrieben.

Derweil bereitet sich eine deutlich aktualisierte G-Klasse auf die Premiere vor. Kennzeichen sind eine umfassende Modernisierung in Bezug auf Elektronik und Assistenztechnik, eine merklich verbreitere Karosserie, Gewichtsreduktion und die Umstellung auf neue Motoren.
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text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB