ADAC wertet Warnmeldungen aus

Geisterfahrer: Die meisten sind am Wochenende unterwegs

Falschfahrer sind ein nicht allzu häufiges, aber gefährliches Phänomen. Statistisch sind sie besonders oft anzutreffen an samstäglichen Sommernächten in Nordrhein-Westfalen, hat der ADAC ermittelt.
Geisterfahrer: Die meisten sind am Wochenende unterwegs
ADAC/Bastian Fischer
Stellenweise warnen solche
Zusatzschilder angehende Geisterfahrer
ANZEIGE
Die Begegnung mit einem Falschfahrer auf der Autobahn ist ein einschneidendes Erlebnis. Im vergangenen Jahr gab es nach einer Auswertung des ADAC rund 2.200 entsprechende Warnmeldungen im Verkehrsfunk, das sind etwa sechs am Tag. Gegenüber 2015 hat sich die Zahl kaum verändert.

Nach der amtlichen Unfallstatistik kamen bei Unfällen mit Geisterfahrer-beteiligung 2016 auf Autobahnen und autobahnähnlich ausgebauten Strecken zwölf Menschen ums Leben entsprechend drei Prozent der 393 auf Autobahnen Getöteten.

Verteilt auf die Wochentage war das Risiko, einem Falschfahrer zu begegnen, an den Wochenenden am größten. An allen Freitagen des Jahres 2016 zählte der ADAC etwa 300 Warnmeldungen, an den Samstagen 380. Spitzenreiter unter den Wochentagen waren die Sonntage mit 450 Warnungen. Eine auffällige Häufung von Meldungen zeigte sich dabei zwischen Samstagabend und dem frühen Sonntagmorgen. An den anderen Wochentagen summierten sich die Warnmeldungen auf jeweils 250.

Übers Jahr gesehen gab es einen deutlichen Anstieg der Meldungen während der Sommermonate, die wenigsten Warnungen gab es im Frühjahr. Besonders viele Meldungen wurden für Strecken in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes liegen jedoch die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen an der Spitze der Falschfahrermeldungen. Dies dürfte auf die höhere Anschlussstellendichte der meist kurzen Stadt- und Zubringerautobahnen zurückzuführen sein.
Weiterempfehlen Leserbrief @Autokiste folgen 05.04.2017  —  # 12127
Redaktion: Hanno S. Ritter
VERWANDTE THEMEN BEI AUTOKISTE
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB