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Mittwoch, 18. Oktober 2017,
Kodiaq Coupé steht in Shanghai

Škoda skizziert E-Zukunft

Auch bei Škoda stehen die Zeichen auf Elektroantrieb. Einen Fahrplan haben die Tschechen dazu nun veröffentlicht – allerdings einen weder allzu detaillierten noch ambitionierten. Außerdem gibt es einen ersten Blick aufs Kodiaq Coupé.
Škoda skizziert E-Zukunft
Škoda
Im April zeigt Škoda in Shanghai
die Studie eines Kodiaq Coupé mit E-Antrieb
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Auf der Auto Shanghai 2017 wird Škoda im April das Tuch vom Vision E lupfen. Bei der Studie handelt es sich um ein SUV-Coupé, das für den chinesischen Markt als gesetzt gilt. Ob es auch nach Europa kommt, steht noch nicht fest, erscheint aber im Zuge der voranschreitenden Höherpositionierung der Marke nicht ganz unwahrscheinlich. Der Wagen baut etwas kürzer und breiter, vor allem deutlich flacher als der Kodiaq, und er weist einen nochmals verlängerten Radstand (2,85 Meter) auf.

Der respektive die Vision E wird von zwei Elektromotoren angetrieben - je einer pro Achse. Die Systemleistung liegt bei nicht weniger als 225 kW entsprechend 306 PS. Als Höchstgeschwindigkeit müssen 180 km/h reichen, die Reichweite gibt Škoda mit bis zu 500 Kilometer an. Der Wagen wird nicht nur elektrisch angetrieben, sondern erreicht auch die Voraussetzungen für Level 3 des autonomen Fahrens.

Hinsichtlich der E-Strategie will Škoda mit einem Plug-in-Hybrid starten, und zwar beim Superb im Jahr 2019, also wohl in einem Facelift-Modell. Die Technik dürfte dem Passat GTE entsprechen. Das erste echte E-Fahrzeug ist für 2020 angekündigt, mutmaßlich der neue Octavia. Bis 2025 will die Marke  ihr Angebot sodann auf fünf rein elektrisch angetriebene Modelle in verschiedenen Segmente ausbauen. Was einerseits ambitioniert klingt, erscheint andererseits recht träge, wenn Daimler zehn E-Modelle bis 2022 anbieten will, wie der Konzern heute auf der Jahreshauptversammlung ankündigte.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  29.03.2017  —  # 12115
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB