Mehr, aber wenig Reichweite / Mit Wettbewerbsvergleich

Ford optimiert den E-Focus – ein bisschen

Ford überarbeitet den Focus Electric. Der vollelektrisch angetriebene Kompaktwagen erhält neue Ausstattungen zum unveränderten Preis, vor allem mehr Stromkapazität und damit Reichweite. Doch das Ergebnis ist nicht wettbewerbsfähig.
Ford optimiert den E-Focus – ein bisschen
Ford
Der Ford Focus mit Elektroantrieb
schafft jetzt bis zu 225 Kilometer Norm-Reichweite
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Ford verbaut im elektrisch angetriebenen Focus jetzt eine größere Batterie. Ihre Kapazität steigt von 23 auf 33,5 Kilowattstunden, entsprechend vergrößert sich die Reichweite des Fahrzeugs von 162 auf 225 Kilometer. Dies sind Norm-Werte; auf die Angabe von realistischeren Zahlen verzichtet Ford. In der Praxis dürften sich maximal 150 Kilometer realisieren lassen.

"Für die täglichen Fahrgewohnheiten normaler Nutzer dürfte dies mehr als ausreichend sein", heißt es von Ford dazu lapidar. Das ist einerseits nicht völlig verkehrt, verkennt aber die Bedeutung der Reichweite bei den Kunden völlig. Auch im Vergleich mit den Konkurrenzmodellen hat der Focus in Sachen Reichweite und auch den meisten anderen Disziplinen das Nachsehen, wie die Übersicht zeigt:

Motorseitig hat Ford keine Veränderungen implementiert. Das Aggregat leistet 107 kW (145 PS). Für die Standard-Beschleunigung nennt Ford 11,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 137 km/h.

Ausstattungsseitig wird der Focus Electric um LED-Rückleuchten und das SYNC3-Multimediasystem aufgewertet. Dennoch bleibt der Preis konstant: 34.900 Euro lautet die Ansage, was selbst bei Abzug der Förderprämie von insgesamt 4.000 Euro eine Menge Abstand zu den konventionellen Modellvarianten bedeutet. Erfolgsautos sind anders gestrickt.
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Redaktion: Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB