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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Premiere mit neuem Designkonzept im März 2017

VW Arteon: CC-Nachfolger mit neuem Namen

Der CC ist bereits eingestellt, im Frühjahr 2017 zeigt Volkswagen das neue Modell. Bereits jetzt verraten die Wolfsburger den künftig endlich eigenständigen Namen: Gestatten — Arteon, VW Arteon.
VW Arteon: CC-Nachfolger mit neuem Namen
Volkswagen
Der CC-Nachfolger heißt VW Arteon
und bekommt ein deutlich verändertes Design
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Das sprachliche Paradoxon des "viertürigen Coupés" und das entsprechende Konzept ist eine Erfindung von Mercedes-Benz, die VW mit dem Passat CC 2008 schnell und durchaus erfolgreich adaptierte. Das Kürzel stand für "Comfort-Coupé", den Bezug zum zugrundeliegenden Passat hat VW im Zuge des Facelifts 2012 im Namen gestrichen.

Nun macht sich der Nachfolger bereit zur Premiere im Scheinwerferlicht des Genfer Autosalons im März. Eine erste Zeichnung hat der Autobauer heute veröffentlicht. Sie zeigt ein mächtig wirkendes, flaches, nun ja, viertüriges Coupé, das sich künftig nicht nur durch den Namen Arteon stärker vom Passat abgrenzt.

Mit dem Arteon führt VW ein neues Markengesicht ein. Die Rippen des Kühlergrills ziehen sich dabei bis in die dreidimensional gestalteten Frontscheinwerfer, der Grill als solcher wird weiter nach unten gezogen und damit optisch wesentlich auffälliger. "LED-Lichtelemente betonen zusätzlich die markante Gestaltung und demonstrieren Dominanz", erklärt das Unternehmen. Volkswagen, so die Botschaft, wird neben all den anderen geplanten Paradigmenwechseln auch eine Abkehr von der ruhigen, zeitlosen Designsprache vollziehen.

Im Übrigen bestätigt die Zeichnung die Annahme, dass der Arteon auch sonst ein verändertes Design bekommt. Anders als der CC gibt es ein separates Seitenfenster in der langgestreckten C-Säule und eine spitz zulaufende hintere Türe, beides im Stile des Audi A5 Sportback. Ebenfalls wie dieser verfügt der Arteon nicht mehr über einen limousinenhaften Kofferraumdeckel, sondern über eine große Heckklappe, die inklusive der Heckscheibe öffnet. So soll der Wagen nicht nur durch seine gesteigerten optischen Reize, sondern auch durch seine praktischen Fähigkeiten punkten.

Technisch basiert der Arteon weiterhin auf dem Passat, der - glaubt man der Gerüchteküche - mit der nächsten Überarbeitung ebenfalls auf den protzigen Kühlergrill umgestellt wird. Nach dem Ende des Phaeton ist der Arteon das Topmodell bei den Nicht-SUV der Marke, es ist sozusagen zwischen Passat und Touareg angesiedelt.

Der Name Arteon – die Betonung liegt dabei auf der ersten Silbe – setzt sich aus dem englischen "art" (Kunst) und der VW-typischen Endung -(e)on zusammen, die nach dem Phaeton-Aus aktuell nur noch der Phideon trägt, das Topmodell in China. Dort hieß der CC übrigens bisher Magotan CC.

Der CC ist bereits nicht mehr bestellbar, obwohl VW ihn bei Google noch bewirbt - und die Besucher dann auf eine 404-Fehlerseite auf der (für den Heimatmarkt im Gegensatz zu vielen anderen Ländern) noch immer nicht modernisierten Website schickt. Spannend bleibt aber vor allem die Frage, wie VW den Arteon einpreisen wird: Der CC war kaum teurer als ein Passat Variant, künftig dürfte der Abstand wachsen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 28.11.2016  —  # 12029
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB