720 Wildschäden durchschnittlich pro Tag

Zahl der Wildunfälle 2015 auf Rekordniveau

In den beiden letzten Jahren war die Zahl der Wildunfälle zurückgegangen, 2015 stieg sie demgegenüber deutlich an – und erreichte sogar einen neuen Höchststand.
Zahl der Wildunfälle 2015 auf Rekordniveau
GDV
Die Zahl der Unfälle mit Wildtieren
stieg 2015 auf ein Rekordniveau, die Entschädigungszahlen auch
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Autofahrer haben im vergangenen Jahr so viel Wildunfälle gemeldet wie nie zuvor. Die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild stieg im Vergleich zu 2014 um über zehn Prozent auf knapp 263.000. Reinrechnerisch entspricht dies einem Crash mit einem Wildtier alle zwei Minuten.

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin weiter mitteilte, zahlten die Versicherer pro Fall durchschnittlich 2.485 Euro, insgesamt stieg der Schaden auf über 653 Millionen Euro, das sind 14 Prozent mehr als 2014.

Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch sog. Haarwild – wie Rehe und Wildschweine – verursacht werden, begleicht die Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz auf alle Wirbeltiere ausgeweitet. Da in der Vollkaskoversicherung jeder Unfallschaden versichert ist, reguliert diese Versicherung ebenfalls Schäden nach einem Wildunfall. Für eine schnelle Schadenbearbeitung ist vor allem die Wildbescheinigung des Försters oder Jagdpächters wichtig; hilfreich sind außerdem Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug. Auf den Schadenfreiheitsrabatt hat ein Wildschaden keinen Einfluss.
Weiterempfehlen Leserbrief @Autokiste folgen 02.11.2016  |  # 12008
Redaktion: Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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