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Donnerstag, 23. November 2017,
Dritte Generation auf MLB-evo-Basis / Start wohl schon 2017

Erlkönig: Hier fährt der VW Touareg III

Vermutlich schon im kommenden Jahr feiert der neue VW Touareg seine Premiere. Evolution statt Revolution lautet dabei die Devise, wie ein aktueller Erlkönig jetzt erneut mutmaßen lässt.
Automedia
VW testet derzeit den
kommenden Touareg in Deutschland
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Im April hatte VW mit einer höchst seriennah wirkenden Studie einen Ausblick auf "eines der luxuriösesten SUV in der Welt" gegeben, wie der Autobauer sich damals ebenso unbescheiden wie übertrieben ausdrückte. Viele haben darin nicht weniger, aber auch nicht mehr als den kommenden Touareg erblickt, auch wenn die Wolfsburger das so nicht bestätigen wollten.

Als Erlkönig gab es die dritte SUV-Generation bisher nur als sogenannte Mule unter einer Audi-Q7-Karosserie. Jetzt aber konnte unser Erlkönig-Spezialist den neuen Touareg gut ablichten. Obwohl Front und Heck noch getarnt sind, zeigt sich recht klar, dass das Serienmodell natürlich doch weitgehend so aussehen wird wie die Studie. Die seitliche Sicke verläuft hier wie da und anders als bei sonstigen neuen Baureihen von VW oberhalb der Türgriffe, das hintere Radhaus bekommt eine starke Betonung durch eine Auswölbung, die in eben dieser Kante ungefähr am hinteren Türgriff beginnt.

Die Dachlinie fällt etwas stärker nach hinten ab als bisher. Erkennbar ist zudem das Tagfahrlicht, das ungefähr so aussieht wie im Tiguan mit Active Lightning System, aber mit einem doppelten Dreiersegment-U.

Der Touareg III wird auf der MLB-evo-Plattform des Konzerns basieren, so wie etwa der Audi Q7, der Bentley Bentayga oder der kommende Porsche Cayenne als nächstes Schwestermodell. Er grenzt sich damit auch von jenem SUV ab, dass VW seit langer Zeit für die USA entwickelt: Das noch namenslose Amerika-Modell, gemeinhin bekannt als Crossblue, baut auf der Golf-Plattform (MQB) mit quer eingebauten Motoren auf. Es ist größer, aber wesentlich einfacher gestrickt als der Touareg - ähnlich dem Konzept des US-Passat.

Während VW beim aktuellen Touareg wenig Mühe auf das Facelift verwendet und vom W12 über den V8 als TSI und TDI bis zum Hybrid inzwischen alle Motoren bis auf den Sechszylinder-TDI gestrichen hat, dürfte es künftig wieder mehr Auswahl geben. Ein V6-Benziner ist neben dem TDI wahrscheinlich, die Rückkehr eines V8 scheint uns unwahrscheinlicher als der erste Vierzylinder im Touareg nach Vorbild von Mercedes GLE und BMW X5. Mit dem 240-PS-BiTurbo aus dem Passat wäre der Touareg zwar nicht üppig, aber doch gut ausreichend motorisiert - und könnte seinen Normverbrauch und Einstandspreis reduzieren. Auch eine Hybridvariante ist wahrscheinlich.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 16.08.2016  —  # 11944
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB