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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
2017er-Modell mit überarbeiteter Front und neuer Fahrdynamik-Regelung

Mazda3 erhält Facelift

Mazda überarbeitet seine Kompaktklasse. Der Mazda3 erhält zum neuen Modelljahr leichte optische Retuschen, aufgewertete Assistenten und ein hochwertigeres Interieur, zudem feiert eine neue Fahrdynamik-Regelung Premiere.
Mazda
Leicht geliftet zeigt sich
der Mazda3 ab Anfang 2017
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Gut drei Jahre nach dem Start fährt der Mazda3 ab Anfang 2017 mit einem facelift zu den Kunden. Optisch gibt sich das neue Modell vor allem an der front zu erkennen, wo die Einfassung des Kühlergrills zwar weiterhin direkt an die Scheinwerfer anschließt, die bisherige Augenbrauen-Optik aber nicht fortführt. Auch im weiteren Verlauf ist dieser Chrom-Rahmen leicht anders geformt; die ersten Bilder lassen ihn auch matter wirken als derzeit.

In den Scheinwerfern verbaut Mazda künftig die aus dem 6er-Modell und dem CX-5 bekannten Voll-LED-Technik mit dynamischem Fernlicht, die Nebelscheinwerfer erhalten ebenfalls LED-Technik und können dadurch deutlich kleiner ausfallen. Die Blinker sind nach wie vor in der Frontschürze beheimatet, dort aber eleganter integriert. Die Seitenansicht bleibt unverändert; die Änderungen am Heck fallen nur im direkten Vergleich auf: Die Stoßstange erhält einen größeren lackierten Bereich und neu geformte Rückstrahler.

Der Innenraum profitiert von diversen Detailmaßnahmen, der Umstellung auf eine elektrische Handbremse und der Einführung einer optionalen Lenkradheizung. Zudem hat Mazda das Head-up-Display mit höherer Auflösung und Farbdarstellung versehen, es zeigt jetzt auch Tempolimits an. Hintergrund ist die Umstellung des City-Notbremsassistenten von Laser- auf Kameratechnik, so dass das SCBS genannte System jetzt in einem größeren Geschwindigkeitsbereich arbeitet und nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger erfasst. Der Funktionsumfang des Spurwechselassistenten Plus (BSM) wird um die Ausparkhilfe (RCTA) erweitert. Weiterhin erhältlich ist der Abstandstempomat mit radargestützter Distanzregelung (MRCC) und Pre Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff (SBS).

Erstmals setzt Mazda beim Mazda3 eine neue Fahrdynamik-Regelung ein. Die "G-Vectoring Control" verfolgt dabei einen neuartigen Ansatz: Sie beeinflusst mit Hilfe einer geringen Anpassung des Motordrehmoments das Einlenkverhalten und verbessert damit sowohl die Handling-Eigenschaften als auch den Fahrkomfort. Es ist laut Hersteller das weltweit erste System in einem Serienfahrzeug, das auf Basis der Lenkbewegungen das Motordrehmoment verändert, dadurch die Quer- und Längsbeschleunigungskräfte kontrolliert und die vertikale Radlast beeinflusst, die auf die einzelnen Räder wirkt. "Diese Abläufe verbessern die Traktion, steigern das Vertrauen des Fahrers und erhöhen das Fahrvergnügen", erklärt Mazda. Und weil GVC die Übergänge zwischen den Quer- und Längsbeschleunigungen glätte, verringerten sich auch die auf die Insassen wirkenden Kräfte, vulgo: Kurvenfahren wird entspannter.

G-Vectoring Control nutzt die vorhandenen Sensoren und ist daher ausschließlich Software-basiert, mithin gewichtsneutral. Es wird serienmäßig in allen 2017er-Mazda3 an Bord sein und den Auftakt einer Reihe von Innovationen zur Steuerung der Fahrzeugdynamik unter dem Dachbegriff "SKYACTIV-VEHICLE DYNAMICS" markieren.

Motorseitig nimmt Mazda keine Änderungen vor. Es bleibt bei den drei Benzinern mit 100, 120 und 165 PS sowie den 105 und 150 PS starken Dieseln. Letztere sollen durch den Einsatz eines sogenannten "Natural Sound Smoother" leiser geworden sein. Dabei handelt es sich um dynamische Dämpfer in den normalerweise hohlen Kolbenbolzen, die Vibrationen absorbieren.

Preise liegen noch nicht vor, dürften sich aber nicht allzu weit von den aktuellen entfernen. Bestellstart ist im Herbst.
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text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB