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Dienstag, 24. Oktober 2017,
Bisher nur Zeichnungen veröffentlicht

VW kündigt Amarok-Facelift an

Dass VW den Amarok überarbeiten wird, ist ein offenes Geheimnis. Jetzt hat der Autobauer es offiziell bestätigt – doch anstatt den Pickup fotografisch in neuer Schminke zu zeigen, gibt es vorerst nur Zeichnungen.
Volkswagen
Bisher gibt es nur Zeichnungen
zum Facelift des VW Amarok
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Der VW Amarok bekommt eine überarbeitete Frontpartie. Sie solle das aktuelle VW-Design widerspiegeln, heißt es, ist aber offenbar nur im Ansatz neu. Erste, jetzt veröffentlichte Skizzen zeigen eine "aufgemotzte" Frontschürze mit zusätzlichen Streben, betontem Unterfahrschutz und eckigeren Details. Dazu hat VW das Innenleben der Scheinwerfer von rund auf eckig umgestellt, Gleiches gilt für die Nebelscheinwerfer - mehr Breitenwirkung ist das erklärte Ziel.

Eckiger werden auch die Außenspiegel, die nach wie vor ohne Blinkleuchten auskommen müssen. Am Heck montiert VW soweit ersichtlich dunkle Rückleuchten à la Caddy, die ein präziseres Innenleben aufweisen, in Sachen Wertigkeit aber weit entfernt sind von dem, was etwa ein T6 bietet. Größere Räder sollen den bulligen Eindruck verstärken.

Innen geht VW den gleichen Weg: Das Ambiente erscheint etwas hochwertiger und setzt auf die Betonung waagerechter Linien. Wichtigste Neuerung ist der Einsatz der aktuellen Multimedia-Generation mit größeren Displays und wesentlich umfangreicheren Diensten, auffällig sind auch die verschönerten, nun eckigen Lüftungsgitter (die freilich einen Entfall der Multifunktionssteckplätze zur Folge haben) und die endlich auf den aktuellen Stand gebrachte Klimabedieneinheit mit Halbgradschritten und Displays.

Dass das Facelift den Amarok deutlich attraktiver machen, wie Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) es behauptet, können wir unterschreiben; dass er damit auch Kundengruppen anspricht, die sich bislang im klassischen SUV-Segment bedienen, wollen wir aber mit einem großen Fragezeichen versehen: Amarok und Touareg oder auch Tiguan sind nach wie vor meilenwert voneinander entfernt - in nahezu allen Belangen. So dürfte auch künftig der Amarok-Käufer ebensowenig mit dem SUV-Fahrer tauschen wollen wie umgekehrt.

Richtige Fotos und Daten will VWN in den kommenden Wochen veröffentlichen. Bis dahin bleibt denn auch abzuwarten, ob es neue Motoren - insbesondere einen stärkeren Diesel - und womöglich eine Version mit DSG geben wird.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 21.04.2016  —  # 11836
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB