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Freitag, 24. November 2017,
Studie auf der Auto China / Vorstellung 2017

VW Touareg III: Ein Ausblick

Der Phaeton ist tot, doch der Touareg hat Zukunft: Im kommenden Jahr zeigen die Wolfsburger die dritte Auflage des großen SUV. Einen Vorgeschmack gibt es schon jetzt – und der scheint sehr seriennah.
Volkswagen
Mit einer seriennahen Studie
gibt VW einen Ausblick auf den Touareg III
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VW steckt in der hausgemachten Krise, doch die PR-Mannen haben trotzdem keinen Sinn für Bescheidenheit: Sie kündigen "eines der luxuriösesten SUV in der Welt" an. Die Rede ist von einer SUV-Studie, die auf der Auto China ab der kommenden Woche zu begutachten ist. Dahinter steckt nicht weniger, aber auch nicht mehr als ein Ausblick auf die dritte Touareg-Generation, die für 2017 erwartet wird (Vorstellung).

DAS SUV wird sich wie bisher seine Plattform mit dem Porsche Cayenne und dem Audi Q7 (und inzwischen auch dem Bentley Bentayga) teilen, in Bratislava vom Band laufen und die Spitze des im Ausbau befindlichen SUV-Programms der Marke darstellen. Sportlicher und eleganter soll das Auto werden, sicherlich wird es auch leichter sein als aktuell. In Sachen Assistenzsysteme und Digitalisierung wird es ebenfalls an der Spitze stehen; angekündigt sind ein Zusammenwachsen des Active Info Display und des Multimediasystems, von einer "komplett neuen Stufe der Interaktivität" ist die Rede und von einem loungeartigen Interieur.

Optisch zeigt sich die Studie, die erstaunlich seriennah ausfällt, als evolutionäre Weiterentwicklung des bekannten Designs. Neu sind im Wesentlichen die Leuchtengrafik, die scharfe Linie an der Flanke mit starker Betonung der "hinteren Schulter" und ein Pendant auf der Motorhaube. Das vordere Dreiecksfenster bleibt erhalten, die hintere Türe kommt weiterhin ohne ein solches aus. Insgesamt dürfte der mit 4,80 Metern Länge für die Klasse bisher sehr kompakte Touareg künftig etwas größer ausfallen als bisher, aber weiterhin deutlich unter dem Audi Q7 rangieren.

Während VW beim aktuellen Touareg wenig Mühe auf das Facelift verwendet und vom W12 über den V8 als TSI und TDI bis zum Hybrid alle Motoren bis auf den Sechszylinder-TDI gestrichen hat, dürfte es künftig wieder mehr Auswahl geben. Die Studie verfügt über einen Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 380 PS Systemleistung und 700 Newtonmetern, einer rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern und nur 225 km/h Topspeed.

Ein V6-Benziner ist neben dem TDI wahrscheinlich, die Rückkehr eines V8 scheint uns unwahrscheinlicher als der erste Vierzylinder im Touareg: Der 2014 angekündigte elektrisch aufgeladene TDI, der angeblich schon demnächst im Amarok eingesetzt werden soll, würde sich eignen, ebenso der BiTurbo-TDI aus Passat und Tiguan als Basismodell. Vielleicht kommt dann auch das ebenfalls schon länger in Entwicklung befindliche 10-Gang-DSG in Serie.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 18.04.2016  —  # 11833
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB