Zahlen und Tendenzen in der Übersicht

Unfallstatistik November 2015: Negativtrend kehrt zurück

Nach zwei tendenziell guten Monaten ist die Unfallstatistik für November 2015 wieder voller tiefroter Zahlen. Für das Rumpfjahr steht sogar eine dreistellige Zahl an zusätzlichen Verkehrstoten in der Bilanz.
Unfallstatistik November 2015: Negativtrend kehrt zurück
Fotolia/benjaminnolte
Im November 2015 stieg die Zahl
der Verkehrstoten in Deutschland um fast 15 Prozent
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300 Menschen haben im November 2015 bundesweit ihr Leben bei Verkehrsunfällen verloren, das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 38 Personen oder 14,5 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilte, stieg auch die Zahl der Verletzten, und zwar um 9,1 Prozent auf rund 33.500. Die Zahl der Unfälle wurde entgegen dem Usus nicht veröffentlicht.

Von Januar bis November 2015 starben 3.177 Menschen auf der Straße, das waren 3,3 Prozent beziehungsweise 101 Personen mehr als in den ersten elf Monaten des Jahres 2014. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich in diesem Zeitraum um 0,3 Prozent auf rund 361.000. Bezogen auf die Verkehrstoten konnten nur sechs Bundesländer mit einem Rückgang abschließen, besonders gut - in der Tendenz betrachtet - lief es in Hamburg mit 44 Prozent Rückgang. Die höchsten Zuwächse verzeichnen demgegenüber Hessen (in absoluten Zahlen) bzw. das Saarland (prozentual).

Insgesamt erfasste die Polizei im Rumpfjahr rund 2,28 Millionen Verkehrsunfälle, das entsprach einer Zunahme um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon waren rund 281.000 Unfälle mit Personenschaden (+ 0,3 %) und 2,00 Millionen reine Sachschaden-Crashs (+ 4,5 %).
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.

Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
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Redaktion: Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB