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Montag, 23. Oktober 2017,
Stahlindustrie-Manager Dr. Blessing wechselt nach Wolfsburg

VW mit neuem Personalvorstand

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat Dr. Karlheinz Blessing (58) mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands für das Ressort Personal und Organisation bestellt. Die Laufzeit des Vertrages für den von extern kommenden Manager beträgt fünf Jahre.
VW mit neuem Personalvorstand
Volkswagen
Neuer Personalvorstand und damit zuständig für
600.000 Volkswagen-Beschäftigte ist Dr. Karlheinz Blessing
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Volkswagen hat die Suche nach einem neuen Personalvorstand erfolgreich beendet. Nach der Verabschiedung von Dr. Horst Neumann (66) in den Ruhestand Ende November konnte der Konzern Dr. Karlheinz Blessing verpflichten. Bisher ist der 58-Jährige Vorsitzender des Vorstandes der Dillinger Hütte und der DHS – Dillinger Hütte Saarstahl sowie der Saarstahl AG. Im Dezember wird die Position noch kommissarisch von Vorstandschef Matthias Müller ausgeübt.

"Dr. Blessing übernimmt die Aufgabe des Personalvorstands in schwieriger Zeit", sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch laut Mitteilung. "In seinen bisherigen Funktionen hat er nachhaltig unter Beweis gestellt, dass er solche Situationen sehr gut meistern kann. Wir sind deshalb überzeugt, dass die anstehenden Aufgaben bei ihm in sehr guten Händen liegen." Blessing sei eine Persönlichkeit mit hoher unternehmerischer und sozialer Kompetenz, der bereits als Arbeitsdirektor und Vorstandsvorsitzender in der Stahlindustrie bewiesen habe, dass sich eine betriebswirtschaftlich bessere gut mit einer sozial gerechteren Lösung verbinden lässt.

Ähnlich äußerte sich auch Bernd Osterloh, Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums und Vorsitzender des Konzernbetriebsrats. Blessing sei ein Manager mit eigener Meinung und Haltung, der gesamtunternehmerische Verantwortung getragen hat. "Wir sind der festen Überzeugung, dass Karlheinz Blessing einen wertvollen Beitrag im Konzern- und Markenvorstand leisten wird, um die aktuell schwierige Situation im Sinne des Volkswagen-Grundsatzes 'Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherung sind gleichrangige Unternehmensziele' zu meistern." Osterloh galt selbst lange als Anwärter auf den hochdotierten Vorstandsposten, hatte aber vor einigen Wochen abgewunken mit der Begründung, er wolle er "seine Kollegen nicht allein" lassen.

Blessing schloss sein Studium der Betriebs- und Volkswirtschaft an der Universität Konstanz 1981 als Diplom-Volkswirt ab. Nach einem Aufbaustudium der Verwaltungswissenschaften promovierte er 1984 zum Dr. rer. soc. 1984 begann Blessing seine berufliche Karriere in der Vorstandsverwaltung der IG-Metall. Von 1991 bis 1993 war er Bundesgeschäftsführer der SPD, anschließend begann seine Karriere in der Stahlindustrie.
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text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB