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Montag, 23. Oktober 2017,
Citroën SpaceTourer, Peugeot Traveller, Toyota Proace

Neue Transporter von Citroën, Peugeot und Toyota

Peugeot und Citroën haben zusammen mit Toyota einen neuen Transporter entwickelt, der im ersten Halbjahr 2016 zu den Händlern kommen wird. Alle drei sind nahezu identisch, zwei tragen einen neuen Namen – und nicht zuletzt sind sie viel schöner als ihre Vorgänger.
Citroën; Toyota
Zwei der drei neuen
Transporter von PSA und Toyota
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Der französische PSA-Konzern (Peugeot Citroën) und Toyota setzen ihre 2012 begonnene Zusammenarbeit im Bereich leichter Nutzfahrzeuge fort. Dazu hat sich Toyota an der Entwicklung eines neuen Transporters mittlerer Größe und insbesondere an deren Kosten beteiligt. Als Toyota heißt der Transporter weiterhin ProAce, während die beiden französischen Autobauer auf neue Namen setzen: Der Peugeot Traveller ersetzt den Expert, der Citroën Spacetourer den Jumpy.

Alle drei Autos sind technisch und in der Ausstattung identisch. "Dabei verfügen Sie über ein markantes und eigenständiges Design im Sinne der jeweiligen Marke", heißt es von den Unternehmen, tatsächlich bezieht sich dies aber lediglich auf die Frontpartie. Den ersten Bildern nach zu urteilen gefällt uns der Citroën am besten, gefolgt vom Peugeot. In der Seiten- und Heckansicht gibt es keine Unterschiede, sieht man von Schriftzügen und Räderdesigns ab. Insgesamt wirken die drei Modelle wesentlich schöner als ihre Vorgänger.

Details zu Technik, Motorisierungen und Preisen halten die Autobauer noch unter Verschluss, damit es nach der nun erfolgten Veröffentlichung der Exterieur-Fotos zur "Weltpremiere" auf dem Genfer Salon im März 2016 noch etwas mitzuteilen gibt. Sie konkurrieren insbesondere mit dem VW T6, dem Ford Transit/Tourneo Custom und dem Mercedes Vito, die alle drei noch Eigenentwicklungen sind. Gebaut wird das Trio wie die Vorgänger im PSA-Werk Sevel-Nord in Valenciennes.

Der Toyota Proace basiert seit 2013 auf dem Expert/Jumpy. Schon damals war klar, dass dieses sogenannte Badge Engineering auch auf den Nachfolger angewendet werden soll; die Zusammenarbeit ist über das Jahr 2020 hinaus vorgesehen. Mit dem Auslaufen der Produktion für Expert und Jumpy Anfang 2016 endet die langjährige Zusammenarbeit zwischen PSA und Fiat im Nutzfahrzeug-Bereich aber nur teilweise, jedenfalls zunächst. Während der Fiat Scudo als dritter der sogenannten Eurovans künftig auf einem Renault basieren wird, laufen die beiden anderen Baureihen (Fiat Ducato, Peugeot Boxer, Citroën Jumper und Fiat Qubo, Peugeot Bipper, Citroën Nemo) weiter.
Mannigfaltige Kooperationen in der Branche
Die Kooperationen der Hersteller sind insoweit immer interessant, liefert doch etwa Renault neben dem Mercedes Citan (Kangoo) auch den Vivaro (Renault Trafic) und Movano (Renault Master = Nissan NV 400) an Opel, während die Rüsselsheimer ihrerseits den Combo bei Fiat (Doblò) einkaufen, wo jetzt - siehe oben - die Partnerschaft mit Renault gepflegt wird. Opel arbeitet bei den Pkw dagegen mit PSA zusammen, PSA selbst mit Mitsubishi (Peugeot 4008 = Citroën C4 Aircross = Mitsubishi ASX, Peugeot iOn = Citroën C-Zero = Mitsubishi MIEV) und ebenfalls mit Toyota (Peugeot 108 = Citroën C1 = Toyota Aygo). Toyota kooperiert derweil mit BMW und Mazda, Mazda mit Fiat (Mazda MX5 = Fiat 124 Spider), und die künftigen Pickups von Mercedes und Renault basieren auf dem Nissan Navara, während der Fiat-Pickup eigentlich ein Mitsubishi ist.

Und so weiter...
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 02.12.2015  —  # 11702
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB