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Samstag, 25. November 2017,
Zahlen und Tendenzen in der Übersicht

Unfallstatistik Juni 2015: Mäßiger Monat beendet mäßiges Halbjahr

In der Unfallstatistik beendet ein mäßiger Juni ein mäßiges erstes Halbjahr. Zwar ist die Zahl der Verletzten zurückgegangen, die der Getöteten jedoch gestiegen.
Unfallstatistik Juni 2015: Mäßiger Monat beendet mäßiges Halbjahr
ACE
Im 1. Halbjahr 2015 stieg die Zahl der
Verkehrstoten in Deutschland um 1,4 Prozent
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1.593 Verkehrstote zählt die Statistik im ersten Halbjahr 2015, das sind 22 Menschen oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen ging die Zahl der Verletzten um 2,7 Prozent auf etwa 180.900 Personen zurück, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mit.

Insgesamt musste die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weniger Unfälle aufnehmen als im ersten Halbjahr 2014: Mit einer Gesamtzahl von rund 1,16 Millionen verringerte sich die Zahl der Unfälle um 0,8 Prozent. Davon gab es bei 1,02 Millionen Unfällen ausschließlich Sachschaden (- 0,5 %), bei den weiteren 140.800 Unfällen (- 2,7 %) kamen Personen zu Schaden.

Bezogen auf 1 Million Einwohner kamen im ersten Halbjahr 2015 durchschnittlich 20 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in Sachsen-Anhalt mit 33 Getöteten je 1 Million Einwohner, gefolgt von Niedersachsen mit 29 und Thüringen mit 28 Verkehrstoten. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in Nordrhein-Westfalen mit 14 und in Schleswig-Holstein sowie im Saarland mit jeweils 18 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner.

Bezogen auf die Verkehrstoten im ersten Halbjahr melden NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz deutlich schlechte Tendenzen, während es in Bayern und Brandenburg - ausdrücklich rein statistisch und tendenziell betrachtet - gut lief. Etliche auch größere Städte kamen ganz ohne Getötete aus. Darunter sind (im Zeitraum Januar bis Mai) Bergisch-Gladbach, Bottrop, Bremerhaven, Cottbus, Flensburg, Gera, Kassel, Magdeburg, Oberhausen, Regensburg, Rostock und Wiesbaden.

Noch ein Blick auf den Juni: Von den rund 201.465 Straßenverkehrsunfällen (+ 2,6 %) waren etwa 30.240 reine Sachschaden-Crashs (+ 4,3 %), bei den übrigen 171.200 Unfällen (+2,3 %) kamen 336 (- 0,3 %) Personen zu Tode und weitere 37.911 wurden verletzt, das entspricht einem Rückgang um 2,4 Prozent.
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.

Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 21.08.2015  —  # 11566
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB