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Montag, 23. Oktober 2017,
Schwarzer 500 mit Nuova-500-Silhouette ab 19.000 Euro

Fiat 500 Ron Arad: Teures Sondermodell

Der Fiat 500 ist ein kleines Auto, doch im Vergleich zu seinem Urahn fast schon mächtig: Das lässt sich schön sehen, wenn die Silhouette des ganz kleinen auf den kleinen aufgetragen wird, wie es Fiat jetzt bei einem neuen – streng limitierten und teuren – Sondermodell tut.
Fiat 500 Ron Arad: Teures Sondermodell
Fiat
Die Silhouette des 1957er-500 verdeutlicht,
wie groß der aktuelle Fiat 500 im Vergleich ist
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Das grundsätzlich in Schwarz-Metallic lackierte Sondermodell namens "Ron Arad Edition" ist zusätzlich zu seiner auffallenden Optik reichhaltig ausgestattet. Serienmäßig sind über den Umfang des Topmodells mit dem unglücklichen Namen 500S ein feststehendes Glasdach, Chrom-Akzente, schwarze Ledersitze mit elfenbeinfarbigen Kontrastnähten aus der Manufaktur Poltrona Frau, Klimaautomatik sowie weiße Abdeckkappen der Außenspiegel an Bord. Angetrieben wird das Sondermodell vom 1,2-Liter-Vierzylinder mit 69 PS.

Insgesamt werden nur 200 Fiat 500 Ron Arad Edition gebaut, gerade einmal 40 Stück kommen nach Deutschland. Das Sammlerstück ist ab sofort zu einem Basispreis von 18.950 Euro zu haben - satte 4.000 Euro über dem 500S. Das ist auch unter Berücksichtigung der Extras im Wert von rund 2.500 Euro und eines zum Lieferumfang gehörenden originalgetreuen Modellautos im Maßstab 1:18 eine mutige Ansage. Ob und ggf. inwieweit das Sondermodell individualisierbar ist, ließ Fiat offen.

Für den weltweit tätigen, 1951 geborenen Designer Ron Arad ist der Fiat 500 beinahe so etwas wie ein roter Faden durch sein Leben. Sein Vater besaß in den späten 1940er-Jahren ein Exemplar der ersten Baureihe, die allgemein als "Topolino" bekannt wurde. Arad selbst fuhr später einen "Nuova 500". Das 1957 präsentierte Modell, das heute als Inbegriff des italienischen Oldtimers gilt, war für Arad "das kleinste Auto, dass man noch als solches bezeichnen kann". Noch heute ist er dem Fiat 500 verbunden, als Autofahrer ebenso wie als Künstler - wenn auch ohne Hemmungen: In seinem Werk "IN REVERSE" verwandelte der gebürtige Israeli gleich sechs historische Cinquecento mit Hilfe einer riesigen Presse einer niederländischen Schiffswerft in etwas über zehn Zentimeter flache Skulpturen, die er anschließend wie ein Bild an die Wand hängte.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 10.04.2015  —  # 11411
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB