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Mittwoch, 18. Oktober 2017,
Bis zu 5 Prozent Verbrauchsvorteil durch vorausschauend agierenden Tempomaten

Mercedes: GPS-Tempomat für Lkw auch zur Nachrüstung

Eigner von neueren schweren Mercedes-Lkw können jetzt den vorausschauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control (PPC) auch nachrüsten lassen und so möglicherweise deutlich Betriebskosten sparen.
Mercedes: GPS-Tempomat für Lkw auch zur Nachrüstung
Daimler
Mercedes bietet den GPS-gestützen, vorausschauenden
Tempomaten PPC für Actros & Co. jetzt auch zur Nachrüstung an
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Die Lkw-Baureihen Mercedes-Benz Actros, Antos und Arocs lassen sich ab April mit dem PPC-System nachrüsten. Die intelligente Geschwindigkeitsregelung ermöglicht laut Hersteller Kraftstoffeinsparungen von bis zu fünf Prozent, was bei einem Lkw mit hoher Kilometerleistung durchaus beachtlich ist. Die Kosten für die Nachrüstung von rund 1.500 Euro (netto) lassen sich so innerhalb von rund acht Monaten amortisieren, rechnet Mercedes vor - Basis ist eine typische Jahresfahrleistung im Fernverkehr von 130.000 Kilometern.

PPC kann in fast allen Lkw der aktuellen Baureihen Actros, Antos und Arocs nachgerüstet werden. Voraussetzung ist eine Neuzulassung des Lkw ab August 2012 und das vollautomatisierte Getriebe Mercedes PowerShift 3. Wesentlicher Bestandteil des Nachrüst-Pakets ist ein zusätzliches Steuergerät. Es kann für höchste Effizienz später mit aktualisiertem Karten- und Datenmaterial auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die Installation von PPC dauert etwa 2,5 Stunden. Eine Abnahme durch eine Prüforganisation ist nicht erforderlich.

PPC reguliert als weltweit erster GPS-Tempomat nicht nur generell die Geschwindigkeit. Das System nutzt auf Basis dreidimensionaler Karten im Gefälle Schwungspitzen, nimmt vor Kuppen rechtzeitig Gas weg, greift in die Schaltung ein und nutzt - nicht zuletzt - vergleichbar der "Segel"-Funktion bei neueren Automatik-Pkw die Getriebe-Neutralstellung EcoRoll, um den Verbrauch zu minimieren.

Voraussetzung für den Sparerfolg von PPC ist seine Streckenkenntnis: Hinterlegt sind Navigationsdaten in Form digitaler 3D-Karten von knapp 300.000 Kilometern, entsprechend rund 95 Prozent aller europäischen Autobahnen und Fernstraßen von Portugal bis Finnland. Fuhrparkleiter haben das Potential der Technik schnell erkannt: Im Sommer 2012 zunächst als Option im neuen Actros eingeführt, erreicht PPC dort inzwischen einen Verbauungsgrad von durchschnittlich fast zwei Dritteln in Europa.
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text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB