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Donnerstag, 19. Oktober 2017,
Mehr Effizienz, Sicherheit und Ergonomie als beim soliden Vario-Vorgänger

UPS: Neue Zustellfahrzeuge auf Sprinter-Basis

Daimler
Kleiner, moderner:
UPS-Zustellfahrzeug auf Sprinter-Basis
UPS wird seine typischen Zustellfahrzeuge ersetzen. Die bisherigen 7,5-Tonner auf Basis des Mercedes Vario weichen Sprinter-Modellen, die sicherer und effizienter sind.
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Der Mercedes Vario ist tot. Entsprechend musste sich auch der internationale Paketdienst UPS nach einem neuen Fahrzeug umsehen - und ist wieder bei Mercedes gelandet. Künftig wird der Sprinter als Basis für die charakteristischen Zustellautos mit ihrer Dachhaube dienen.

Nach einem Pilottest, der nach der IAA 2012 gestartet worden war, steht das Konzept jetzt fest. Mit im Boot sind neben Mercedes und UPS auch der Aufbauhersteller Spier. Er montiert den in drei Längen verfügbaren Kofferaufbau auf die Sprinter mit langem Radstand (4,32 Meter). Dieser konnte dank dünnerer Seitenwände, einem kleineren Hecktritt und Plastik-Scheiben in der Beifahrer-Tür um rund 200 kg leichter als bisher ausgeführt werden. Entsprechend niedrig, jeweils rund 3.000 kg, ist das Leergewicht, die Nutzlast liegt je nach Variante bei etwa 2.300 Kilogramm. Die mittelgroße Version bietet rund 20,7 Kubikmeter Platz.

Im Sinne einer höheren Sicherheit verfügen die UPS-Sprinter über eine um ein Drittel größere Scheibe in der UPS-typisch als Schiebetür ausgeführte Tür auf der Beifahrerseite, die den Fahrer Fußgänger und Radfahrer besser erkennen lässt. Rückfahrkamera, Seitenwind-Assistent und die (rein akustische) Auffahrwarnung "COLLISION PREVENTION ASSIST" gehören zum Standard. Für mehr Ergonomie sorgen die in Breite und Höhe vergrößerte Beifahrertüre, der beim Sprinter in der Armaturentafel statt im Fahrerhausboden angebrachte Schalthebel - auf Automatik müssen UPS-Fahrer weiter verzichten - und ein weiterentwickelter Start-Stopp-Knopf, der wie die Türverriegelung mit einem Transponder kommuniziert, den der Zusteller am Handgelenk trägt.

Als Basis dient der 129 PS starke, EU6-konforme Sprinter 513, der sich (anders als die Pkw) noch mit dem Namenszusatz BlueTec als Diesel zu erkennen gibt. Anders als beim als 7,5-Tonner ausgeführten Vorgänger liegt das zulässige Gesamtgewicht bei 5,3 Tonnen.

Die ersten neuen UPS-Sprinter sollen im August 2015 ausgeliefert werden, zunächst für Deutschland, Großbritannien und Irland.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 23.12.2014  —  # 11282
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB