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Montag, 23. Oktober 2017,
15 Prozent weniger Verkehrstote / Zahlen und Tendenzen in der Übersicht

Unfallstatistik August 2014: Es bleibt gut

Unfallstatistik August 2014: Es bleibt gut
Winkler/FF Gersthofen
15 Prozent weniger
Verkehrstote im August 2014
Monatelang gab die Unfallstatistik nicht nur allgemein, sondern speziell in der Tendenz Grund zur Sorge. Nun aber sind die Zahlen wieder erfreulicher – dem unerfreulichen Wetter sei Dank.
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Im August 2014 kamen bei Verkehrsunfällen auf Deutschlands Straßen insgesamt 276 Menschen ums Leben, das waren 47 Personen oder 14,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wiesbaden weiter mitteilte, sank auch die Zahl der Verletzten, und zwar um 11,3 Prozent auf rund 33.000.

Auch die Zahl der Unfälle im August war rückläufig. 188.100 erfasste Karambolagen bedeuten ein Minus von 3,2 Prozent. Während sich die Zahl der reinen Sachschaden-Crashs nur um 1,3 Prozent auf 163.000 reduzierte, sank die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 14,0 Prozent auf etwa 25.100. Dies ist ein Indiz dafür, dass weniger ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Biker unterwegs waren und dass tendenziell langsamer gefahren wurde - beides der Fall bei schlechtem Wetter, wie es im August mehr die Regel als die Ausnahme war.

Trotz dieser positiven Entwicklung im August sowie im Vormonat Juli kamen in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Straßenverkehr mehr Menschen zu Schaden als im Vorjahr: Insgesamt 2.179 Verkehrstote stehen in der Bilanz, womit sich der Zuwachs auf 2,0 Prozent reduziert. Bei den Verletzten gab es demgegenüber eine Zunahme um 4,2 Prozent auf 256.600. Die Zahl der aktenkundig gewordenen Unfälle fiel im Rumpfjahr um 1,8 Prozent auf rund 1,54 Millionen. Darunter waren 199.100 Unfälle mit Personenschaden (+ 3,9 %) und 1,35 Millionen Unfälle, bei denen nur Sachwerte beschädigt wurden (- 2,6 %).

Bezogen auf die Verkehrstoten können jetzt sieben Bundesländer eine positive Tendenz vorweisen, geführt vom Saarland vor Bayern und Brandenburg. Die stärksten Zuwächse verzeichnen die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg und Berlin, die aber aufgrund geringer Fallzahlen immer stärkeren Schwankungen unterliegen.
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.

Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 24.10.2014  —  # 11214
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB