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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Derzeit 24 Fälle aktenkundig / Bisher nur Sachschaden

Wolfsburg: Unbekannter löst Radschrauben

In Wolfsburg verbreitet ein oder mehrere Unbekannte(r) Angst und Schrecken: Im Stadtgebiet wurden die Radmuttern an mehreren geparkten Fahrzeugen gelöst. Bisher blieb es bei Sachschaden.
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Die Wolfsburger Polizei warnt vor lockeren Radschrauben und ruft alle Fahrzeugbesitzer zu erhöhter Vorsicht auf. In den zurückliegenden Wochen wurden den Angaben zufolge insgesamt zwei Dutzend Fälle angezeigt, bei denen ein Unbekannter an Fahrzeugen im Wolfsburger Stadtgebiet die Radmuttern (wie man umgangssprachlich sagt) löste. Der Tatzeitraum erstrecke sich aber auf die Monate von März bis Juli, betroffene Autofahrer erstatteten teilweise erst Wochen nach dem Vorfall Anzeige.

Betroffen waren überwiegend Fahrzeugführer, deren Pkw auf öffentlichen VW-Parkplätzen rund um das VW-Firmengelände abgestellt waren. Inzwischen wurden auch Fälle bekannt, bei denen Fahrzeuge ausschließlich in der Innenstadt geparkt wurden. Der Täter lockert oder löst die Radschrauben, Felgenschlösser und Radzierblenden stellen für ihn dabei kein Hindernis dar.

In den meisten Fällen waren die betroffenen Autofahrer erst aufgrund der starken Geräuschentwicklung beim Fahren auf das Problem aufmerksam geworden. In einem Fall habe sich ein Rad während der Fahrt gelöst, so die Polizei, die betroffene VW-Mitarbeiterin konnte ihren Touran aber unter Kontrolle halten. Auch ein 45-jähriger Motorradfahrer aus Gifhorn bemerkte Ende Juni noch rechtzeitig, dass auf dem Parkplatz in Kästorf an seinem Hinterrad die Radmuttern gelöst worden waren. Auf der Autobahn 39 bei Braunschweig steuerte eine Fahrzeugführerin ihren Pkw in die Leitplanken, als sich ein Rad löste.

Das Lösen von Radschrauben stellt eine ernsthafte Gefahr dar, sowohl für das betroffene Auto und seine Insassen als auch andere Verkehrsteilnehmer. Bei Verdacht darf nicht weitergefahren werden. In allen Fällen wurden Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet, Haftstrafen sind möglich. Die Polizei Wolfsburg rief sowohl Geschädigte als auch mögliche Zeugen ausdrücklich auf, sich zu melden.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 31.07.2014  —  # 11120
text Hanno S. Ritter
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