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Dienstag, 24. Oktober 2017,
Mittelklasse-Kombi wird größer und moderner

Mercedes C-Klasse: Hier kommt das T-Modell

Daimler
Das neue Mercedes
C-Klasse T-Modell
Wenige Monate nach der Limousine folgt das T-Modell der Mercedes C-Klasse, auf das viele Kunden warten dürften. Der neue Kombi wird größer, optisch präsenter und sparsamer – und setzt erstmals in dieser Klasse auch auf Motoren von Renault.
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Die Zeiten, als Mercedes stolz darauf war, den Kombi keinen Millimeter länger zu machen als die Limousine, sind längst vorbei. Der C-T streckt sich auf gut 4,70 Meter, ist damit noch zwei Finger länger als das Stufenheck, fast zehn Zentimeter länger als der Vorgänger und liegt fast auf dem Niveau des seligen S123, der freilich eine Klasse höher positioniert war. Der Radstand wächst gegenüber bisher um acht Zentimeter auf 2,84 Meter, die Breite um vier Zentimeter auf 1,81 Meter. Das Gewicht ist den Angaben zufolge um bis zu 65 Kilogramm gesenkt worden.

Der Längenzuwachs kommt einerseits u.a. wegen gestiegener Anforderungen an den Fußgängerschutz dem Vorderwagen zugute, andererseits den Fondpassagieren, die viereinhalb Zentimeter mehr Beinfreiheit vorfinden. Der Kofferraum dagegen wächst nur unwesentlich um fünf auf 490 Liter bzw. um zehn auf 1.510 Liter bei umgeklappten Rückbanklehnen. Die Fondlehnen lassen sich jetzt auf Knopfdruck elektrisch entriegeln und automatisch umklappen, und zwar im Verhältnis 40:20:40 statt 60:40. Optional wird die Heckklappe elektrisch betätigt und öffnet berührungslos durch Fußschwenk unter der Heckschürze.

Opotisch gibt es keine Überraschungen. Bis zur B-Säule sind Kombi und Stufenheck naturlich identisch, das Heck des T-Modells sieht so aus, wie es zu erwaten war. Wichtigster Unterschied zu bisher und zur Limousine sind die nun waagreechten, geteilten Rückleuchten und das breite Chromband zwischen ihnen.

Motorseitig entspricht das Angebot weitgehend dem der Limousine. Die Diesel leisten zwischen 115 und 204 PS, wobei die schwächeren Versionen mit 1,6 Litern Hubraum von Renault stammen. Das Topmodell ist auch mit Hybridmodul (204 + 27 PS) erhältlich. Schade: Einen Sechszylinder-Diesel gibt es nicht mehr, sechs Töpfe sind nur als Benziner zu haben. Der C 350 kommt auf 333 PS und wird später auch als Plug-in-Hybrid verkauft werden; darunter leisten die Vierzylinder-Otto zwischen 156 und 211 PS.

Erstmals bietet Mercedes auch in der Mittelklasse eine Luftfederung mit Rundum-Niveauregulierung an, sie ersetzt optional das in zwei Härtegraden verfügbare Stahlfahrwerk. Im übrigen verfügt das T-Modell natürlich über alle Assistenten und Errungenschaften der Limousine, von der Staufolgefunktion über den Kreuzungs-Assistenten und die GPS-gestützte Tunnerlerkkenung für die Umluftschaltung bis zur Geisterfahrer-Warnfunktion via Verkehrszeichenerkennung.

Während die Limousine wie berichtet aktuell an zwei und später an vier Standorten auf vier Kontinenten gebaut wird, kommt der Kombi der C-Klasse ausschließlich aus Bremen - ganz so wie einst der S123. Erstmals in natura zu sehen ist das T-Modell in Kürze auf der AMI in Leipzig, die Markteinführung dürfte im September erfolgen, und die Preise werden etwa 1.700 Euro über der Limousine angesiedelt sein.
Korrektur, 23.05.2014: Ursprünglich hieß es im Text, Mercedes setze 1,5-Liter-Diesel von Renault ein. Tatsächlich handelt es sich aber um die Aggregate mit 1,6 Litern Hubraum.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 22.05.2014  —  # 11046
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB