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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Schreiber übernimmt noch unkare Position im Konzern

VW: Dürheimer wird wieder Bentley- und Bugatti-Chef

VW: Dürheimer wird wieder Bentley- und Bugatti-Chef
Volkswagen
Dürheimer, Dr. Schreiber
Der "Ausflug" zu Audi war keine Erfolgsgeschichte, doch Wolfgang Dürheimers Karriere hat es nicht geschadet: Er kehrt jetzt zurück als Chef von Bentley und Bugatti und folgt damit auf Dr. Wolfgang Schreiber, dem VW ebenfalls einiges zu verdanken hat.
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Wolfgang Dürheimer, seit kurzem Generalbevollmächtigter Motorsport des Volkswagen Konzerns, wird mit Wirkung zum 1. Juni 2014 "Chairman and Chief Executive Officer" bei Bentley Motors Ltd. sowie Präsident der Bugatti Automobiles S.A.S..

Dürheimer (55) ist Diplom-Ingenieur und begann seine berufliche Laufbahn 1986 bei BMW, wo er bis 1998 in diversen Führungsfunktionen tätig war. 1999 wechselte Dürheimer zu Porsche. Seit 2001 war er dort als Vorstandsmitglied für Forschung und Entwicklung verantwortlich. 2011 wurde Dürheimer Chef von Bentley Motors und Bugatti, im September 2012 wurde er in den Audi-Vorstand für das Ressort Entwicklung berufen, wo er jedoch schon bald wieder abgelöst wurde. Den Konzern-Verantwortlichen war wohl der "Vorsprung durch Technik" zu schwach und/oder langsam angegangen worden, auch gab es angeblich Reibungen mit der Belegschaft. Nun werde Dürheimer zusätzlich zu den Aufgaben in Sachen Motorsport, Bentley und Bugatti "in Konzern-Aufsichtsgremien der Märkte USA und China berufen", kündigte VW an.

Dürheimer folgt auf Dr. Wolfgang Schreiber (56), dem VW-Konzernchef Dr. Martin Winterkorn für seine erfolgreiche Arbeit dankte. Schreiber werde "eine führende Funktion" innerhalb des Konzerns übernehmen, heißt es. Der Diplom-Ingenieur kam 1984 zu Volkswagen. Von 1996 bis 2003 führte er die Getriebeentwicklung der Marke VW, unter seiner Leitung entstand u.a. das Doppelkupplungsgetriebe (DSG). 2003 wechselte er zu Bugatti und leitete dort die Entwicklung bis 2011, war demnach verantwortlich für den bis zu 1.200 PS starken, über 430 km/h schnellen und bis zu zwei Millionen Euro teuren Supersportwagen Veyron. Im September 2006 übernahm Schreiber als Vorstandsmitglied zusätzlich die Leitung der Entwicklung von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) und wurde 2010 VWN-Chef. 
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 15.04.2014  —  # 11009
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB