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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Offener A3 wird größer und moderner / Hoher Preisaufschlag

Audi A3 Cabriolet: Neuauflage zur IAA

Audi
IAA-Premiere:
Das neue Audi A3 Cabriolet
Das Audi A3 Cabriolet verkaufte sich bisher nicht ganz so rasend, wie Audi sich das wohl vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz steht auf der IAA der Nachfolger: größer, eleganter, sparsamer, moderner. Und teuer.
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Audi präsentiert die zweite Generation des offenen A3. Es folgt dem nach wie vor anhaltenden Trend zum Größenwachstum: Weil das Cabriolet jetzt nicht mehr auf dem Dreitürer basiert, sondern auf der Limousine, wächst es in der Länge von 4,24 auf 4,42 Meter, im Radstand von 2,58 auf 2,60 Meter und in der Breite von 1,77 auf 1,79 Meter.

Nur in der Höhe (1,41 Meter) ergibt sich ein Minus von anderthalb Zentimetern - der offene Viersitzer steht damit eleganter auf der Straße, sieht man vom gewachsenen hinteren Überhang einmal ab: Audi kombiniert hier den Dreitürer-Radstand fast mit der Limousinen-Länge. Das Gepäckraumvolumen wächst entsprechend um 60 auf 287 Liter, zudem soll sich der Kofferraum besser beladen lassen. Die maximale Radgröße lautet jetzt 19 Zoll.

Optisch bietet das A3 Cabrio keine Überraschungen, Audi verzichtet hier sinnvollerweise auf Experimente. Ein paar Neuheiten gibt es dennoch, etwa einen aus Aluminium gefertigten und auch so aussehenden Rahmen der Frontscheibe und eine stärker betonte Zierleiste auf der Fensterbrüstung. Im geöffneten Zustand ruht das Verdeck, in drei Lagen gefaltet, in einer Wanne mit Abdeckung. Das sieht besser aus als die bisherige Lösung des offen liegenden Verdecks, schränkt aber den Kofferraum im geöffneten Zustand etwas ein. Wieviel genau, lässt Audi offen, "kaum", heißt es dazu lediglich.

Das Verdeck ist wiederum in zwei Ausführungen erhältlich - als halbautomatisches Softtop ausschließlich in schwarz und als vollautomatisches, besonders schall- und temperaturgeschütztes "Akustikverdeck" mit einem dickeren Innenschaum. Es ist in den drei Außenfarben Schwarz, Grau und Braun sowie den Innenhimmelfarben schwarz und silber erhältlich. Das elektrische Öffnen und Schließen funktioniert nun bei Geschwindigkeiten bis 50 statt 30 km/h, es dauert nach wie vor 18 Sekunden (beide Richtungen zusammen). Das Windschott ist nur im Topmodell "Ambiente" Serie, eine Kopfraumheizung steht als neue Option zur Wahl. Im Fall eines Überschlags schützt unverändert ein aktives Überrollschutzsystem die Passagiere.

Motorseitig stehen zum Start die beiden TFSI-Benziner mit 140 und 180 PS, ersterer mit Zylinderabschaltung und einem Normverbrauch von 5,0 Litern, sowie der 2,0 TDI mit 150 PS zur Wahl. Weitere Aggregate werden folgen - vom 1,6 TDI mit 110 PS bis zum 2,0 TFSI, der im S3 Cabriolet mit 300 PS mobilisiert. Auch der 1,4 TSI mit 122 PS dürfte folgen, möglicherweise auch der 184-PS-Diesel.

Das Audi A3 Cabriolet wird auch künftig im ungarischen Werk Gyor produziert, das Audi unlängst für mehr als 900 Millionen Euro erweitert hat und das auch die A3 Limousine baut. Der Verkauf startet in Deutschland im Herbst, die Auslieferung beginnt im ersten Quartal 2014 - rechtzeitig zur Open-Air-Saison. Zeit zum Sparen: Der Grundpreis für den 1.4 TFSI beträgt 31.700 Euro, das sind satte 7.700 Euro Aufschlag zum geschlossenen Dreitürer, 6.800 zum Sportback und 6.200 zur Limousine. Auch wenn das Cabrio möglicherweise - Details nennt Audi noch nicht - etwas besser ausgestattet sein sollte, ist das harter Tobak. Da nehmen wir einmal an, dass auch das Rabattniveau wieder einen Open-Air-Aufschlag erfahren wird.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 09.09.2013  —  # 10771
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB