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Dienstag, 24. Oktober 2017,
Vier Prozent mehr Einsätze / Flotte mit 50 Hubschraubern

ADAC-Luftrettung: Auch 2012 ein Rekordjahr

ADAC
Einsatzrekord auch 2012:
ADAC-Rettungshubschrauber
Auch im Jahr 2012 zeigt die Einsatzkurve der ADAC-Luftrettung nach oben. Insgesamt brachten die "Gelben Engel der Lüfte" 49.243 Mal schnelle Hilfe, gut vier Prozent öfter als 2011. Im neuen Jahr gibt es auch einen neuen Chef.
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Bei den Einsätzen versorgten die Teams der Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber insgesamt 44.940 Patienten (Vorjahr: 43.273). Einsatzursache Nummer eins waren mit rund 49 Prozent internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. An zweiter Stelle folgen Unfälle bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld mit 15,2 Prozent, auf Rang 3 zurückgefallen sind neurologische Notfälle wie Schlaganfälle mit 12,5 Prozent. Etwa jeder zehnte Einsatz ging auf Verkehrsunfälle zurück.

Am häufigsten wurde 2012 "Christoph Europa 1" in Aachen alarmiert. Er absolvierte 2.238 Einsätze. Danach folgten "Christoph 31" in Berlin (2.175) und "Christoph 10" in Wittlich (2.039). Eine Ursache für die weitere Steigerung der Einsätze ist laut ADAC u.a. die Veränderung der Notarztstrukturen in den Flächenbundesländern und eine verbesserte Leitstellentechnik in einigen Gebieten.

Betrachtet man die Bundesländer, so gab es in Bayern die mit Abstand meisten ADAC-Luftrettungseinsätze (9.595). Insgesamt zwölf ADAC-Stationen (auch aus angrenzenden Bundesländern) kommen hier zum Einsatz. Danach folgen Rheinland-Pfalz (7.184 Einsätze, neun Stationen) und Nordrhein-Westfalen mit 6.703 Einsätzen von sieben Stationen.

Mit der Indienststellung des ersten zivilen und ständig einsatzbereiten Rettungshubschraubers "Christoph 1" am 1. November 1970 in München initiierte der ADAC maßgeblich den Ausbau des öffentlich-rechtlichen Luftrettungsdienstes. Heute ist die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH mit über 180 Mitarbeitern und 50 Hubschraubern an 35 Stationen in Deutschland vertreten und arbeitet dabei mit 760 Ärzten und 280 Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen. Der Club investierte bisher nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 250 Millionen Euro in den Auf- und Ausbau der Luftrettung in Deutschland.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 übernahm Frédéric Bruder (38) die Aufgaben als Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung GmbH und Accountable Manager gegenüber der Luftfahrtbehörde. Er folgt auf Friedrich Rehkopf, der zum Jahresende 2012 in den Ruhestand gegangen ist. Zusammen mit Susanne Matzke-Ahl leitet Bruder das Unternehmen. Nach mehreren Jahren in der Konzernstrategie der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt wechselte Bruder 2004 zur DRF Stiftung Luftrettung. Zuletzt war Bruder Vorstand für Strategie und internationale Entwicklung bei der spanischen INAER Aviation Group, dem führenden Hubschrauberbetreiber in Europa.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 06.02.2013  —  # 10473
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB