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Freitag, 20. Oktober 2017,
Neuauflage steht auf dem Pariser Salon

Fiat Panda 4x4: Kleiner Kraxler neu aufgelegt

Fiat
Einziger Kleinstwagen mit
Allradantrieb: Fiat Panda 4x4
Bald gibt es auch in der kleinsten Auto-Klasse wieder ein modernes Allrad-Modell: Der neue Fiat Panda 4x4 feiert auf dem Pariser Autosalon seine Premiere – zusammen mit einem ebenfalls neuen Schwestermodell, das nur so tut, als ob.
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Der fünftürige Fiat Panda 4x4 ist 3,68 Meter lang, 1,67 Meter breit und 1,60 Meter hoch, das sind drei, drei und fünf Zentimeter mehr als beim regulären Frontantriebs-Modell. Optisch gibt sich der kleine Kraxler bullig: Fiat hat Front- und Heckschürze unübersehbar auf Offroad-Look getrimmt und dem Wägelchen eine große unlackierte Seitenschutzleiste  nebst Radhausverkleidungen spendiert. Zwei neue Farbtöne - "Sicilia Orange" (pastell) und "Toscana Grün" (metallic) - sorgen für weitere Differenzierung.

Im Interieur ist der Rahmen, der die Instrumententafel und das große Aufbewahrungsfach einfasst, ist in einer farblich neuen, grünen Variante verfügbar. Zudem gibt es Sitzbezüge in speziellem Dessin und in drei Farbvarianten (grün, beige, orange) mit Details in Leder. Auch die Türverkleidungen vorne und hinten weisen solcherart Einsätze auf. Über dem Mitteltunnel findet sich eine hohe Konsole, durch die ein weiteres Aufbewahrungsfach entsteht.

Der Panda 4x4 ist mit einem permanenten Allradantrieb ausgestattet, der von einer elektronischen Steuerung geregelt wird, Fahrzeugsignale entsprechend der Straßenhaftung auswertet und die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Das vollautomatische und laut Fiat wartungsfreie System ist mit einem Getriebe des Typs "Torque-on-demand" mit zwei Differentialen und einer elektronisch gesteuerten Kupplung ausgerüstet.

Zusätzlich zum ESP verfügt der Panda 4x4 über ein per Schalter bis zu 50 km/h Geschwindigkeit zuschaltbares elektronisches Sperrdifferenzial speziell als Anfahrhilfe auf rutschigem Untergrund. Das Sperrdifferenzial arbeitet mit Bremseingriff auf die Räder, welche die Haftung verlieren (oder mehr als die anderen rutschen). So wird die Antriebskraft auf diejenigen Räder übertragen, die höhere Gripwerte aufweisen.

Motorseitig besteht die Wahl zwischen dem 0,9-Liter-Zweizylinder mit 85 PS und dem 1,3-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 75 PS, jeweils kombiniert mit einem manuellen Sechsganggetriebe.

Zur von Fiat als "umfassend" bezeichneten Ausstattung gehören eine manuelle Klimaanlage, 15-Zoll-Aluräder mit 175er-M+S-Reifen, CD-Radio, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrisch verstellbare Außenspiegel. Alle weiteren Nettigkeiten lassen sich die Italiener extra entlohnen, aber genaue Zahlen liegen wie auch für die Fahrleistungen noch nicht vor.

An die 14.000 Euro Grundpreis wird man rechnen müssen, aber man mag Fiat nachsehen, dass sie ihre Alleinstellung bei den Allrad-Kleinstwagen hier nicht so verscherbeln wie sonst viele Modelle. Eine Alternative ist der ebenfalls neue Panda Trekking, der 4x2-Antriebstechnik mit Offroad-Look verbindet - Details und Fotos dazu hält Fiat aber ebenfalls noch unter Verschluss.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 31.08.2012  —  # 10263
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB