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Dienstag, 24. Oktober 2017,
Mehrere Baumaßnahmen auf einen Schlag statt zweijähriger Dauerbaustelle

A40 bei Essen: Vollsperrung für drei Monate

Straßen.NRW
Vollsperrung der
A40 bei Essen
Der sogenannte "Ruhrschnellweg", die A 40 Duisburg - Dortmund, wird von diesem Wochenende an bei Essen für fast drei Monate wegen dringender Bauarbeiten komplett gesperrt. Autofahrer sollten sich mit den Umleistungsstrecken verraut machen und Staus einplanen.
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Vom 7. Juli bis 30. September wird die A40 bei Essen voll gesperrt. In Fahrtrichtung Essen ist die A40 ab dem Autobahndreieck Essen-Ost bis zur Anschlussstelle Essen-Zentrum (hinter dem Tunnel) gesperrt. Damit ist auch die Anschlussstelle (AS) Essen-Huttrop gesperrt. In Fahrtrichtung Dortmund ist die A40 ab Essen-Zentrum (vor dem Tunnel) bis Essen-Huttrop gesperrt. Die Auffahrt Essen-Huttrop in Fahrtrichtung ist Dortmund offen. Die Straßenbauer beginnen am 6. Juli 2012 um 21 Uhr mit den Vorbereitungen für die Vollsperrung. Um Mitternacht soll dann der gesamte Streckenabschnitt gesperrt sein.

Mehrere Baumaßnahmen sollen im Schutz der Sperrung auf einen Schlag durchgeführt werden. Der Landesbetrieb Straßenbau ("Straßen.NRW") wird in diesem Zeitraum die Fußgängerbrücke "Steubenstraße" und die "Helbingbrücken" instandsetzen, die Brücke "Stadtwaldbahn" teilweise erneuern und die technische Ausstattung des "Ruhrschnellwegtunnels" auf den neuesten Stand bringen. Der Landesbetrieb rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro.

Der Verkehr in Richtung Duisburg wird während der Arbeiten ab dem Dreieck Essen-Ost über die A 52 zum Kreuz Breitscheid und von dort über die A 3 zum Kreuz Kaiserberg geführt. In Fahrtrichtung Dortmund wird man ab Essen-Zentrum durch die Stadt zur Anschlussstelle Essen-Huttrop geleitet. Großräumige Umfahrungen sind auch über die nördlich verlaufende A 42 Kamp-Lintfort - Dortmund möglich.

Die vorgesehenen Umleitungsstrecken werden umfangreich beschildert, rund 260 Schilder werden an den Autobahnen und in der Stadt Essen aufgestellt. Die Ampelanlagen im Bereich der städtischen Umleitungsstrecke werden angepasst, um den Verkehr möglichst reibungslos abzuleiten. Trotz dieser und weiterer Maßnahmen sind umfangreiche Staus auf den Umleitungsstrecken programmiert - mit mehr als 140.000 Fahrzeugen pro Tag gehört die A 40 zu den am stärksten befahrenen Straßen in Deutschland.

Im Schatten der A40-Vollsperrung wird aufgrund des dann geringen Verkehrsaufkommens zwischen den AS Mülheim-Heißen und Duisburg-Kaiserberg in Fahrtrichtung Venlo als lärmmindernde Maßnahme offenporiger Asphalt eingebaut. Dafür wird voraussichtlich vom 14.07. bis 28.07.12 die A40 in Richtung Venlo zwischen den beiden Anschlussstellen voll gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ab Mülheim-Heißen über die Velauer Straße und Hatzper Straße zur AS Essen-Haarzopf wird eingerichtet. Ab der A52 kann dann die eingerichtete Umleitung der A40-Vollsperrung genutzt werden. Im Zuge der Sperrung werden auch die Auffahrten der AS Mulheim-Heißen, -Winkhausen, -Dümpten, -Styrum und Mülheim an der Ruhr gesperrt.

Straßen.NRW führt die Arbeiten konzentriert und für die Stadtwaldbahnbrücke zuständigkeitshalber in Absprache mit der Deutschen Bahn durch. Bei normaler Bautätigkeit hätte es zwar keine dreimonatige Vollsperrung gegeben, dafür aber 24 Monate Dauerbaustelle. Mit "3 statt 24"-Schildern wird für diese Vorgehensweise bei den Autofahrern geworben.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 04.07.2012  —  # 10177
text Hanno S. Ritter
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