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Dienstag, 12. Dezember 2017,
Land steigt vorzeitig aus Rahmenvertrag aus

Hessens Polizei ist unzufrieden mit dem Opel Insignia

Hessens Polizei ist unzufrieden mit dem Opel Insignia
Zu eng für die Polizei: Opel
Opel Insignia Sports Tourer
800 Insignia Kombi wollte Hessens Polizei in den nächsten Jahren anschaffen. Doch nach einem Viertel dessen steigt das Land nun vorzeitig aus dem Rahmenvertrag aus: Die Polizeibeamten sind unzufrieden mit dem Rüsselsheimer Auto.
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Im Insignia Sports Tourer seien die Sitze nicht an die Bedürfnisse von Beamten angepasst, die mit Pistole, Schlagstock, Handy, Pfefferspray und Handschellen bepackt sind, berichtete der Radiosender hr-iNFO am Sonntag unter Berufung auf eine von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) initiierte Online-Umfrage, an der etwa 450 Polizisten teilgenommen hatten. Das Sitzen sei unbequem, das An- und Abgurten gehe nicht schnell genug. Auch seien der Kofferraum zu klein und die Rundumsicht unbefriedigend, speziell nach hinten.

Die Probleme mit dem Insignia seien seit einiger Zeit bekannt, erklärte Landespolizeichef Udo Münch am Montag in Wiesbaden laut Bericht. Bereits im vergangenen Jahr habe man sich deshalb für eine Neuausschreibung der Streifenwagen entschieden. Möglicherweise werde man künftig eher Kompaktvans beschaffen, die eine höhere und bessere Sitzposition böten. Bisher sind 200 Insignia in Dienst gestellt worden; der im November 2010 vorgestellte Rahmenvertrag sah ein Volumen von 800 Autos vor. Das Volumen beträgt ungefähr 24 Millionen Euro.

Opel reagierte mit Unverständnis auf die Kritik der Polizei. "Die Rundumsicht wurde durch die strengen Vorgaben der Polizei bezüglich der notwendigen Sondereinbauten im Gepäckraumbereich eingeschränkt", argumentierte der Autobauer gegenüber der "hessenschau". Auch die jetzt kritisierten Sport-Sitze seien ausdrücklich bestellt worden, hieß es aus Rüsselsheim.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 18.04.2012  —  # 10051
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB