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Mittwoch, 8. Februar 2012,         
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Überblick: Die wichtigsten Sicherheitsideen im Mercedes NSF 2009
Airbags kamen im Auto bisher ausschließlich als Rückhaltesysteme für die Insassen zum Einsatz. Künftig könnten sie als eine Zusatzbremse im Fahrzeugboden auslösen und so vor einem Unfall die Verzögerung und die Kompatibilität gegenüber dem Unfallgegner verbessern. Die Idee klingt verrückt, ist aber alles andere als das.

Die Folgen eines Unfalls hängen ganz wesentlich von der Aufprallgeschwindigkeit ab. Wird ein Zusammenstoß von der Sensorik als sicher prognostiziert, löst zusätzlich zur regulären Vollbremsung ein Airbag zwischen vorderem Achsträger und der Unterbodenverkleidung aus. Der "Braking Bag" stützt das Fahrzeug über einen Reibbelag gegen die Fahrbahn ab. Die Vertikalbeschleunigung des Fahrzeuges erhöht die Reibung und bremst das Fahrzeug bis zum Aufprall zusätzlich ab - kurzzeitig werden Verzögerungen von bis zu 20 m/s2 erreicht.

Weil das Auto in kurzer Zeit um bis zu acht Zentimeter nach oben gehoben wird, kann das Bremstauchen der konventionellen Bremsung weitgehend kompensiert werden. Dadurch erhöht sich die geometrische Kompatibilität gegenüber dem Unfallgegner Diese Vertikalbewegung verbessert zudem die Wirkung der Rückhaltesysteme: Die Sitze kommen den Insassen um rund drei Zentimeter entgegen, wodurch die Gurtstraffer mehr Lose herausziehen können. Die hohe Verzögerung vor dem Aufprall spannt die Insassen zudem sozusagen vor. Die Abstützung des Fahrzeuges nach unten beim Crash verringert die typische Nickbewegung bei Kollisionen.

Nach Mercedes-Berechnungen hat die Zusatzverzögerung schon bei nur 50 km/h den gleichen Effekt wie ein 18 Zentimeter längerer Vorbau des Fahrzeugs.
12.06.2009